Glück und Essen – das hat immer schon zusammengehört. Wer richtig gut gegessen hat, wer satt ist – der ist auch zufrieden und glücklich. Sie können durch eine gezielte Ernährung Ihren Glückskoeffizienten deutlich erhöhen. Welche Nahrungsmittel glücklich machen, was im Körper passiert, warum der Darm unser “zweites Gehirn” ist.

Wie Nahrung die Seele positiv beeinflusst

Haben Sie das auch schon an sich beobachtet?

Sie fühlen sich müde, sind überarbeitet und haben daher entsprechend keine besonders gute Laune. Oft ist das wechselhafte Wetter schuld.

schokoladeUnd dann greifen Sie instinktiv zu einem Stück Schokolade, lassen es langsam auf der Zunge zergehen. Und wie durch Zauberhand fühlen Sie sich wieder geistig fit, haben gute Laune.

Von Müdigkeit keine Spur.

Das ist der Beweis für eine wissenschaftliche Entdeckung, die erstmals vor einigen Jahren gemacht worden und die jetzt von namhaften Forschern bestätigt werden konnte: Es besteht zwischen Nahrung und Seele ein enger Zusammenhang. Und daher können ganz bestimmte Nahrungsmittel glücklich machen.

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Neueste Untersuchungsergebnisse lassen aufhorchen. Sie kommen von Prof. Dr. Emeran Mayer, einem international angesehenen Neurogastroenterologen von der Universität von Kalifornien in Los Angeles (Quelle: Aponet).

Er wagt einen kühnen Blick in die Zukunft: ” Vielleicht werden wir in Zukunft psychiatrische Probleme nicht mehr bloß im Gehirn, sondern auch im Verdauungstrakt behandeln!” Schon lange hat man an der Universität von Kalifornien beobachtet, dass man mit einer gezielten richtigen Ernährung die Seele positiv beeinflussen kann. Man kann auf diese Weise sogar Depressionen lindern. Das spart Medikamente, die ja sehr oft belastende Nebenwirkungen haben.

Zusammenhang zwischen Stimmung und Verdauung

Die Erkenntnis, dass eine bestimmte Nahrung auch bei seelischen Problemen helfen kann, hängt zweifelsohne mit der Entdeckung des ” zweiten Gehirns” im Bauch zusammen. Damit hat seinerzeit der amerikanische Zellbiologe Prof.Dr.Michael Gershon weltweite Aufmerksamkeit erzielt. Er behauptete schon lange, dass Menschen mit massiven Magen- und Darm- Erkrankungen fast immer auch seelische Probleme haben. In einem seiner Bücher schreibt er:” Es gibt keinen Zweifel: Stimmung und Verdauung hängen eng miteinander zusammen!”

Prof. Dr. Gershon war der erste, der herausfand: Die Nervensysteme, die das Hirn, und jene, die das Geschehen in Magen und Darm steuern sind nicht grundverschieden. Sie sind einander erstaunlich ähnlich. Und über den Vagus-Nerv, der von Kopf bis in den Verdauungstrakt verläuft, wird zwischen Gehirn und Darm heftig kommuniziert. Es besteht sozusagen eine Daten-Autobahn zwischen Hirn und Darm. Daher gibt es so etwas wie ein zweites Gehirn im Darm.

Der Darm beeinflusst unsere Gemütslage

Das Interessante dabei: Bei diesem ständigen Daten-Austausch gehen etwa 90 Prozent aller Signale und Botschaften vom Darm aus und landen in den Hirnarealen. Man könnte nämlich meinen, dass das genau umgekehrt der Fall ist. Das bedeutet: Man kann sehr wohl vom Darm aus Gefühle und Stimmungen steuern. Dazu meint der österreichische Wissenschaftler Prof. Dr. Peter Holzer an der Universität Graz, Abteilung für experimentelle und klinische Pharmakologie: “Unsere Gemütslage wird vom Darm viel stärker beeinflusst als wir uns das bisher haben träumen lassen.”

Alle Studien deuten darauf hin: Egal, ob Fastenspeisen, gesunde Kost, Fastfood oder Schweinebraten: Jede Ernährungsweise wirkt sich auf die Seele aus. Es hängt von der jeweiligen Mahlzeit ab, ob der Einfluss positiv oder negativ ist. Daraus ergibt sich natürlich die faszinierende Therapie: Gesunde Nahrung fürs Glücklichsein und für eine gute Stimmung. Und dabei spielen Glückshormone eine bedeutende Rolle. Sie brauchen Bausteine aus einer natürlichen, gesunden Nahrung. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Wir müssen wissen, dass es bestimmte Naturprodukte gibt, die unsere Produktion von Glückshormonen im Gehirn ankurbeln. Fürs Glücklichsein sind die zwei entscheidenden Hormone: Serotonin und Dopamin.

Man kann heute im Labor ganz genau messen, ob jemand im Blut einen hohen oder zu niedrigen Serotonin- oder Dopamin- Spiegel hat. Daher lässt sich genau kontrollieren, bei welchen Nahrungsmitteln die Hormone ansteigen und uns zu Glücksgefühlen führen.

Beim Dopamin hat man, was die Ernährung betrifft, nicht viel Auswahl. Dopamin produziert unser Organismus auch während eines tiefen Schlafes zwischen 22 und 24 Uhr, beim Sport und beim Sex. Wenn man das Glückshormon Dopamin mit Essen produzieren will, dann sollte man möglichst oft Fisch – vor allem Meeresfisch – und Walnüsse in den Speiseplan einbauen.

Für die Produktion von Serotonin, dem wichtigsten Hormon fürs Glücklichsein, muß man schon ein wenig mehr wissen: Unser Gehirn benötigt für einen hohen Serotonin-Spiegel Nahrungsmittel, die reich an der Aminosäure Tryptophan sind. Mit 250 Milligramm Tryprophan und einem Enzym können unsere Nervenzellen genügend Serotonin herstellen, damit wir uns glücklich fühlen.

Diese Lebensmittel machen glücklich

Die essentielle Aminosäure Tryptophan kann der menschliche Organismus nicht herstellen. Wir müssen sie mit der täglichen Nahrung zuführen. Lebensmittel mit interessanten Mengen an Tryptophan sind:

  • Parmesan
  • Emmentaler
  • Cashew-Nüsse
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • getrocknete Erbsen
  • Weizenkeime
  • Weizenkleie
  • Haferflocken
  • Haselnüsse
  • Mager-Quark
  • Weizen, Naturreis
  • getrocknete Datteln
  • getrocknete Feigen
  • Bananen und Avocados

Bei der Schokolade läuft die Sache ein wenig anders. Das Kakaopulver enthält Ethylphenylamin. Und das bringt im Gehirn von sich aus direkt die Produktion von Tryptophan und Serotonin in Schwung.

Das bedeutet aber jetzt nicht: Je mehr ich von den aufgezählten Nahrungsmitteln konsumiere, desto schneller und länger bin ich glücklich. Es handelt sich dabei um einen sehr feinfühligen Mechanismus. Auch da gilt die Vernunftregel: in Maßen. Die tryptophanhaltigen Nahrungsmittel sollten in eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, mit nicht zuviel Fleisch und Fisch eingebettet sein. Vor allem süßes Obst spielt eine entscheidende Rolle fürs Glücklichsein. Während nämlich ein Stück Schokolade relativ kurzfristig glücklich macht, weil ihr Zucker schnell seine Wirkung verliert, verhelfen die Ananas oder Bananen zu einem längeren Glücklichsein. Wichtig dabei aber ist, dass die Früchte extrem langsam und bedacht gekaut werden, damit auch die Mundschleimhäute bereits einen Teil der wertvollen Wirkstoffe aufnehmen können.

Interessant ist, dass auch Scharfes sehr rasch gute Stimmung bringt. Hier wirkt wieder ein anderer Mechanismus. Der Hauptwirkstoff Capsaicin im scharfen Paprika, im Chili oder Curry löst beim Essen ein brennendes, scharfes Gefühl auf der Zunge aus. Das Gehirn will den Schmerz unterdrücken und produziert Schmerzkiller. Diese Endorphine wirken ähnlich wie Morphium. Sie fördern das Glücksgefühl und bringen den Menschen in eine leichte Euphorie.

Sie sehen: Die neue große Erkenntnis der Wissenschaft kann jetzt schon jeder für sich selbst testen und ausprobieren. Mit dem Bewusstsein: Wenn ich das Richtige esse, dann macht es mich glücklich, bringt mich in positive Stimmung.

Dieser Artikel wurde verfasst von:

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