Er sitzt regungslos in seinem Bett. Das Messer in der Hand. Er ist ganz ruhig. Er atmet langsam. Mit der anderen Hand hält er die Fernbedienung zu seiner Stereoanlage. Er drückt auf den Knopf. Die Musik beginnt zu spielen.

„Where is my Mind? Where ist my Mind?“ Trönt es aus den Boxen. Der Song von den Pixies trifft den Nagel auf den Kopf.

Doch jetzt, genau in diesem Augenblick, ist es anders. Er hat einen völlig klaren Kopf. Er setzt das Messer an und…“

Stopp!!! Halt!!! Schnitt!!!

Diese Szene ist keine Filmszene. Sie ist Realität.

Die Mutter eines 17-jährigen jungen Mannes wandte sich in ihrer Verzweiflung an mich. Ihr Sohn hatte begonnen sich selbst mit einem Messer zu verletzen. Wie es der Zufall so will, ist die Mutter allerdings im richtigen Moment in das Zimmer gekommen. Das Bett war mit Blut überströmt. Der junge Mann hatte sich bereits die Oberschenkel aufgeschnitten.

Negative Gedanken in positive Energie umwandeln.

Das Proficoaching für dich

Zu den Infos 

“Wie kommt es dazu?” Hat sie mich gefragt. Wie kann ein junger attraktiver Mensch sich selbst so sehr verletzen?

Als ich dann den jungen Mann persönlich kennenlernen durfte, ist mir vieles klar geworden. Er hatte absolut kein Selbstwertgefühl. Er war unsicher und musste sich mit Minderwertigkeitskomplexen herumschlagen.

Was war die Lösung?

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Artikel geht es darum wie du dein Selbstwertgefühl steigern kannst. Du bekommst Wege aufgezeigt, um eine liebevolle Beziehung zu dir selbst aufzubauen.

Das Schicksal dieses jungen Mannes ist leider kein Einzelschicksal. Er war innerlich bereits so verzweifelt, dass er seine Seelenwunden nach außen bringen wollte. Sein Seelenblut hat niemand gesehen. Also musste er es sichtbar machen. Er hat nach Hilfe geschrien. Die gute Nachricht nehme ich gleich vorweg: Er hat einen sehr guten Weg gefunden, um seine Seelenwunden zu heilen.

Ich werde dir 8 Wege zeigen, mit denen du dein Leben von Grund auf erneuern kannst. Diese Wege werden deine Lebensqualität drastisch verbessern.

Ich habe im Laufe meiner Praxis erkannt, dass sehr viele psychische Probleme auf 2 Grundgedanken des Menschen zurückzuführen sind:

  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich fühle mich nicht geliebt

Diese beiden Gedanken werden wir uns etwas genauer ansehen!

Die Ursachen für Minderwertigkeitsprobleme

Die größte Geisel der Menschheit ist der Gedanke: „ich bin nicht gut genug!“

Viele seelische Probleme können draus entstehen:

Doch wie kommt es dazu? Wie kommt ein Mensch zu der Überzeugung, dass er nicht gut genug ist? Sehen wir uns die Antwort anhand des Beispiels unseres jungen Freundes an.

Dieser junge Mann wuchs in sehr zerrütteten Familienverhältnissen auf. Sein Vater wandte sich schon sehr früh von der Familie ab. Er wollte mit seinen Kindern nichts mehr zu tun haben. Die Mutter versuchte verzweifelt ein intaktes Familienleben aufrecht zu erhalten. Sie schlitterte dadurch von einer Beziehungskatastrophe in die nächste.

Sie wollte für ihre Kinder einen Vater suchen. Doch so einfach geht das nicht. Die Männer hatten zwar an der Frau, aber nicht an den Kindern Interesse. So erlebte dieser junge Mann eine Zurückweisung nach der anderen.

Hier haben wir das Grundproblem:

Wenn du in deinem Leben  Ablehnung erleben musstest, dann entsteht in dir unbewusst das Gefühl, dass etwas nicht stimmen könnte mit dir. Du fühlst dich „nicht gut genug“ für die Welt. Denn schließlich möchtest du ja nur

  • Liebe,
  • Geborgenheit und
  • Harmonie haben.

Der einzige Lösungsweg aus dieser Krise ist:

Ich kann es gar nicht oft genug betonen: Der Schlüssel für ein glückliches Leben ist, dass du dich selbst bedingungslos liebst.

Alles was du brauchst ist eine liebevolle Beziehung zu dir selbst. Wenn du das schaffst, dann wird dein Selbstwertgefühl ganz von alleine ins Unendliche wachsen. Dann beginnst von innen heraus zu strahlen. Dann wirst du wirkliches Charisma haben.

Diese 8 Wege mögen dir eine Anleitung dafür bieten:

8 Wege um dein Selbstwertgefühl zu steigern

1. Lass deine Vergangenheit hinter dir

Die Vergangenheit gibt es nicht mehr. Sie existiert nur mehr in deinem Gehirn. Und das Gemeine daran ist, dass diese Erinnerungen gar nicht mal der Realität entsprechen. Denn dein Gehirn kann gar nicht objektiv beurteilen. Es beurteilt immer subjektiv.

Manche negativen Erlebnisse liegen schon viele Jahre zurück. Doch durch deine Gedanken und deine Gefühle erweckst du sie tagtäglich auf´s Neue zum Leben.

Hör auf damit.

Das führt zu nichts. Alles was du brauchst, ist eine kraftvolle Entscheidung. Eine Entscheidung die Verletzungen aus deiner Vergangenheit endlich los zu lassen.

Wenn du diese Entscheidung getroffen hast, dann sollte etwas Übung folgen. Das heißt du musst lernen deine Gedanken in die richtige Richtung zu lenken.

Du musst deinem Hirn klarmachen, dass du diese Art der Information nicht mehr haben möchtest. Dein Gehirn soll dir andere Infos liefern. Nicht mehr die alten verbrauchten Schallplatten.

Betrachten wir uns das doch mal an Hand eines weiteren Beispiels:

2. Nimm die Meinung anderer nicht persönlich

Angenommen dein Vater hat dich geschlagen in deiner Kindheit. Du hast geweint, dich elend gefühlt und ihm gegenüber eine Ablehnung entwickelt.

Jetzt bist du aber schon erwachsen. Dein Vater hat sich natürlich auch verändert. Trotzdem sind da Spannungen zwischen dir und ihm.

Es gibt so Situationen, in denen du aus der Haut fahren möchtest. Zum Beispiel, wenn dein Vater zu dir sagt: „Du sollst endlich mal das Auto waschen!“ Du tust es aber nicht. Unbewusst kommen da alte Gefühle wieder hoch. Er möchte dir seinen Willen aufzwingen. Die ganze Sache ist also mit viel Emotionen verbunden.

Was kannst du tun? Ganz einfach.

Vergiss die negativen Emotionen.

Du tust dir damit nur selbst weh. Dein Vater ist einfach so wie er ist. Du wirst ihn nicht ändern. Auch wenn er dich in deiner Kindheit verletzt hat. Lass das alles einfach los.

Mach dir klar, dass du dir selbst mit deinen Gefühlen peinigst. Entscheide dich dafür, dass du diese Gefühle nicht mehr haben möchtest. Sag deinem Gehirn, es solle dir andere Infos liefern.

Wie zum Beispiel: „Mein Vater ist ein toller Coach! Mit seiner provokanten Art hilft er mir meine Gefühle zu entdecken und zu meistern!“ Und dann lass einfach los.

Schwierige Personen können dein Coach sein.
Sie helfen dir deine Gefühle besser zu kontrollieren.

Du musst nicht mit ihm kämpfen. Vergiss es. Richte den Fokus auf dein Inneres. Am Beginn ist diese Übung harter Tobak. Glaube mir. Es ist gar nicht so einfach seinen Vater als Coach zu bezeichnen, wenn du ihn eigentlich hasst. Ich kann davon ein Lied singen. Doch es funktioniert.

Sieh es doch mal so: Dein Vater braucht nur einen Knopf zu drücken und schon gehen in dir die Wogen hoch. Hat er nicht viel Macht über dich? Entzieh im die Macht!

Du bist der Boss in deinem Inneren.

Die Geschichte, die ich dir hier erzähle, war nämlich meine Geschichte! Mein Vater hat mich in meiner Kindheit sehr gequält. Als ich dann ein junger Mann war, habe ich seine Nähe nicht mehr ausgehalten. Das ging so lange, bis ich erkannte, dass ich selbst es bin, der sich mit seinen negativen Gedanken und Gefühlen quält.

Als ich lernte meine Gefühle ihm gegenüber zu verändert, änderte sich schlagartig unser Verhältnis. Als mein Vater starb, stand ich an seinem Grab und weinte, wie eben ein Sohn um seinen Vater weinen kann. Ich hatte keinerlei negativen Gefühle mehr ihm gegenüber. Ich war innerlich frei!

Wenn du diese Übung regelmäßig machst, dann wirst du wahre Wunder erleben. Dein Vater wird unbewusst mitbekommen, dass er dich nicht mehr beeinflussen kann. Und das wirkt. Mit Sicherheit. Er wird sein ganzes Verhalten dir gegenüber verändern. Das garantiere ich dir. Ich habe solche Wunder selbst miterlebt.

Natürlich funktioniert diese Übung auch mit anderen Zeitgenossen. Wir in Österreich bezeichnen unangenehme Mitmenschen als Ungustln.

Wenn du also einen Ungustl in deiner Umgebung hast, dann erkläre ihn zu deinem inneren Coach. Er wird dich lehren deine Gefühle und Gedanken zu meistern. Schließlich gibt es da viele Ungustl-Coaches da draußen. Du hast also viel Material zum Üben 😉

3. Stell dich deinen Ängsten

Ein jeder Mensch hat Angst. Sie ist deine Freundin. Sie hilft dir Gefahren zu erkennen. Sie berichtet dir von schlimmen Dingen, die passieren könnten. Doch die Realität ist meistens nicht so schlimm.

Die Angst wird erst dann zur unerbitterlichen Feindin, wenn du ihr nicht die Stirn bietest. Wenn du ihr zu viel Platz in deinem Inneren gewährst. Dann wird sie frech und besitzergreifend. Du musst die Angst regelmäßig in die Schranken weisen.

Was meinst du? Was ist das Gegenmittel von Angst? Du meinst Liebe?

Falsch gedacht, mein lieber Freund.

Das einzige Gegenmittel dafür ist: MUT!

Sei mutig und stell dich deinen Ängsten!

4. Mache deinen inneren Kritiker zum Freund

Kennst du deinen inneren Kritiker schon? Nein? Dann möchte ich ihn dir mal vorstellen.

Er ist ein sehr ungemütlicher Zeitgenosse. Ein Ungustl sozusagen! Er kann dir das Leben richtig schwer machen. Dauernd beschimpft er dich. Er lässt dich glauben, dass diese Gedanken von dir kommen:

  • ich bin du blöd
  • das wird doch sowieso nichts
  • ich bin nicht gut genug
  • ich bin nicht attraktiv
  • ich bin zu dick
  • ich bin zu dünn

Glaube ihm nicht. Er möchte nur deine Energie haben.

Mit dem inneren Kritiker führst du einen negativen Dialog in deinem Inneren. Er ist einfach da und möchte dich in diese Negativspirale verwickeln. Unterbrich diesen negativen inneren Dialog. Mache deinen inneren Kritiker zu deinem Berater. Verändere das negative Selbstgespräch in ein positives Selbstgespräch!

5. Baue eine liebevolle Beziehung dir selbst auf

Tja, wie liebt mann/frau sich denn nur selbst?

Darf ich dir darauf gleich mal eine Gegenfrage stellen:

Wie liebst du denn deine Frau oder deinen Mann?

Ich meine, wie zeigst du deiner/deinem Angebeteten deine Liebe?

  • ich lächle ihn/sie an
  • ich lade sie /ihn zum Essen ein
  • ich gehe mit ihr/ihm ins Kino
  • ich bin zärtlich zu ihm/ihr
  • ich sage ihm liebevolle Worte
  • ich lobe ihn, wenn er/sie etwas gut gemacht hat
  • ich schweige, wenn er/sie einen Fehler gemacht hat.
  • ich helfe ihm/ihr wieder auf die Beine, wenn er/sie am Boden ist

Wow! Ihr habt aber wirklich eine tolle Beziehung. Herzlichen Glückwunsch!

Und jetzt zu dir:

  • Wann hast du dich das letzte Mal angelächelt (vielleicht im Spiegel?)
  • Wann hast du dich selbst mal zu einem ganz besonderen Essen eingeladen?
  • Wann warst du nur mit dir im Kino und hast dir deinen Lieblingsfilm angesehen?
  • Wann warst du zuletzt zu dir selbst zärtlich? Hast dich selbst gestreichelt und dich umarmt?
  • Wann hast du zu dir selbst nette Worte gesagt?
  • Wann hast du dich zuletzt selbst gelobt?
  • Wann hast du deine Fehler erkannt und dich nicht selbst dafür verurteilt, sondern daraus gelernt?
  • Wann hast du dir zuletzt die blutigen Knie abgewischt und bist nicht am Boden liegen geblieben, sondern wieder aufgestanden und weitergegangen?

Eine liebevolle Beziehung zu dir selbst kannst du aufbauen, wenn du liebevolle Dinge für dich tust. Nimm die obere Liste her und beginne jetzt gleich mit einer Übung. Fang jetzt an und lächle dich zum Beispiel im Spiegel an. Das ist der Weg zu dir selbst!

6. Verzeihe dir deine Fehler

Ich hab´ da mal eine Frage: „kennst du vielleicht einen Menschen, der noch nie einen Fehler gemacht hat?“

Doch halt, bevor du antwortest möchte ich noch etwas klären:

Wer bestimmt den überhaupt, was ein Fehler ist?

Ich meine, wer sagt zu dir, dass du was falsch gemacht hast?

Also die ersten, die mir dabei einfallen sind meine Eltern. Sie waren sehr oft der Meinung, dass ich als Kind was falsch gemacht habe.

Danach kamen die Lehrer. Sie haben in meinem Heft die Fehler mit „rot“ markiert. Die Sachen, die ich gut gemacht habe, wurden nicht angestrichen.

Na wenn das nicht ein guter Nährboden für einen richtig dicken fetten inneren Kritiker ist?

Verstehst du was ich meine?

Es gibt keine Fehler!!!! Es gibt nur Erfahrungen.

Du bist der Mensch, der noch nie in seinem Leben einen Fehler gemacht hat! Das ist die richtige Antwort auf die obige Frage. Du musst den Finger auf dich zeigen. Du hast Erfahrungen, aber keine Fehler in deinem Leben gemacht!

Es gibt in Wahrheit keine Fehler. Außer du entscheidest dich dafür in Fehlern zu denken. Doch damit quälst du dich nur selbst.

Hör sofort auf damit.

Verändere deinen inneren Dialog in eine positive Richtung. Du machst Erfahrungen. Aus diesen Erfahrungen wirst du wachsen und innerlich reifen. Aber hör auf in Fehlern zu denken.

7. Erkenne deine Einzigartigkeit

Du bist ein einzigartiger Mensch. Es gibt keinen anderen Menschen, der genauso wie du

  • denkst
  • fühlt und
  • handelt

Erkenne diese Einzigartigkeit. Die Schöpfungskraft hat genau dich gemeint, als sie dich erschaffen hat. Mache dir diese Einzigartigkeit jeden Tag bewusst.

8. Mach dir deine Stärken bewusst

Hast du dir schon einmal deine Stärken bewusst gemacht. Wenn du dein Selbstwertgefühl steigern möchtest, dann zeige ich dir jetzt eine echt geniale Übung. Bist du bereit? Na dann legen wir gleich mal los:

Stärken erkennen

Was ist dir einmal oder vielleicht schon mehrmals gut gelungen? Denke an Erlebnisse, in denen du

  • eine große Herausforderung mit Bravour gemeistert hast
  • etwas richtig Gutes auf die Beine gestellt hast
  • vielleicht so sehr vertieft warst, dass du die Zeit vergessen hast
  • etwas besonders gerne getan hast
  • etwas getan hast, dass dir fast wie von selbst gelungen ist
  • etwas getan hast, dass dir richtig Spaß gemacht hat

Notiere jetzt all das, was dir spontan dazu einfällt. Denke nicht lange darüber nach, sondern schreibe es einfach nieder.

Jetzt frage dich weiter:

Warum ist dir das so gut gelungen? Was hast du da besonders gut gemacht?

Notiere dir wieder die Antworten. Du wirst Schritt für Schritt immer mehr deine Stärken erkennen dürfen.

Fazit

Der Weg zu einem glücklichen Leben führt nur über dein Inneres. Nur wenn du eine wirklich aufrichtige und liebevolle Beziehung zu dir selbst aufbauen kannst, wirst du auf die Dauer glücklich, reich und erfüllt sein.

Dieser Weg ist eigentlich sehr einfach. Kümmere dich um dich selbst. Lasse belastende Sachen aus deiner Vergangenheit los.

Die Übungen aus diesem Artikel werden dir helfen, dass du auf deinem Weg zu dir selbst bleibst. Sie dienen dir als Wegweiser und Laternen am Wegesrand, wenn es mal dunkel wird. Klick nicht einfach Weg und vergiss diesen Artikel wieder.

Mein größter Wunsch ist es, dass du jetzt, ja genau jetzt, die Entscheidung triffst, dein Leben zu ändern. Eine Änderung in kleinen Schritten. Dein Leben ändert sich erst dann wirklich, wenn du beginnst dich selbst bedingungslos zu lieben. Erst dann wirst du das Wunder des Lebens von Neuem entdecken dürfen.

Ich wünsche dir auf diesem Wege alles Gute, viel Kraft und denke daran:

Du bist großartig!

 

 

dankbarkeit

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Danke für deinen Eintrag

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