Meditation kann auch dein Leben verändern. Genauso wie es mein Leben verändert hat. Als ich damit begann, war ich verblüfft wie einfach es ist. Doch wozu ist Meditation eigenglich gut? Was bringt es, einfach ruhig und still da zu sitzen. Das sind die häufigsten Fragen, wenn es um Meditation geht. Wenn du dir allerdings regelmäßig dafür Zeit nimmst und dich damit genauer beschäftigst, dann hat das viele Vorteile für dich:

  • du wirst entspannter und innerlich ruhiger. Du kannst einfacher und schneller entspannen
  • du bekommst deine Gedanken und deine Gefühle besser in den Griff
  • dein Denken wird klarer. Du wirst dich besser ausdrücken können und deine Gedanken sind fokussierter. Damit hast du anderen Menschen gegenüber einen großen Vorteil.
  • dein Selbstvertrauen wird stärker. Du fühlst dich in dir selber sicherer und stärker
  • deine Ausstrahlung verändert sich immer mehr zum Positiven. Andere würden sagen: der/die hat das gewisse Etwas
  • du kannst das Leben bewusster wahrnehmen und mehr genießen.
  • du wirst schwierige Zeiten und Herausforderungen besser meistern können
  • du bist nicht mehr so anfällig für Krankheiten – dein Immunsystem wird stärker
  • du wirst eine neue Art von Spiritualität entdecken – wenn du das willst natürlich. Meditation ist aber auch für Nicht-Spirituelle Menschen sehr gut geeignet.

Meditieren lernen für Skeptiker

Die Meditation wird seit neuestem auch von der Wissenschaft entdeckt. Es wurde in zahlreichen Versuchen nachgewiesen, dass eine tägliche Meditationspraxis von nur 20 Minuten die Physiologie deines Gehirns in eine positive Form verändet. Eine der wichtigsten Studien wurde an der Universität in Harvard vorgenommen.

Meditation ist mehr als dummes Rumsitzen.

Es ist mehr als nur ein „bisschen entspannen“. Es verändert dein Gehirn. Und zwar so stark, dass selbst erfahrene Wissenschaftler erstaunt waren. Meditieren lernen kann dir in vielen schwierigen Situatiohnen helfen. Auch die Wissenschaft hat das entdeckt.

Wenn dich diese Studie im Detail interessiert, dann findest du hier den Artikel in der Harvardgazette.

Für die Studie unterzogen sich Testpersonen in einem 8-wöchigen Programm zur Achtsamkeits-Meditation. Der Verlauf der Studie wurde im MRT untersucht. Die Veränderungen in den Gehirnarealen durch das Meditieren waren den Forschern zufolge „massiv“.

Sara Lazar (war als Forscherin an der Studie beteiligt) vom Massachusetts General Hospital meinte dazu:

„Obwohl die Meditation bisher vor allem mit körperlicher Entspannung und dem daraus folgenden Gefühl von inneren Frieden verbunden wurde, haben Praktizierende schon lange behauptet, dass sie auch kognitiv und psychologisch von der Meditation profitieren – den ganzen Tag über.

Diese Studie demonstriert, dass Veränderungen in den Hirnstrukturen für diese positiven Effekte verantwortlich sind. Die Praktizierenden fühlen sich also nicht nur besser, weil sie ein bisschen Zeit mit Entspannung verbracht haben.“

Es wurde bereits in der Vergangenheit die Wirkung von Meditation auf das Gehirn untersucht. Vor allem der Dalai-Lama war ein Unterstützer dieser Studien. Es wurden z.B: große Unterschiede in den Gehirnen von Meditierenden und Nicht-Meditierenden gefunden. Menschen, die jeden Tag mindestens 20 Minuten meditieren haben eine deutlich dickere Großhirnrinde als Menschen, die nicht meditieren. Die Großhirnrinde hängt mit der Fähigkeit der Konzentration und Gefühlsverarbeitung zusammen.

In der Harvard Studie konnten diese Effekte eindeutig nachgewiesen werden.

Die Teilnehmer verbrachten über acht Wochen im Durchschnitt täglich 27 Minuten mit Achtsamkeitsübungen. Allein das sorgte schon dafür, dass sich die Gehirnzellen im Hippocampus drastisch verdichteten. Der Hippocampus ist jener Teil des Gehirns, der für Bewusstsein, Mitgefühl und Selbst-Einsicht verantwortlich ist.

Die Testpersonen erklärten weiterhin, dass ihr Stresslevel spürbar gesunken sei. Die Dichte nahm an Zellen in der mit Stress und Angst verknüpften Amygdala ab.

Wer dauerhaft meditiert bekommt eine andere Schwingungsfrequenz im Gehirn. Bereits in den 80iger Jahren hatte der Dalai-Lama einen Dialog zwischen Hirnforschung und Buddhismus angestoßen. Dieser führte schließlich zur Gründung des Mind & Life Institute in Hadley (Massachusetts) und half mit, eine neue Fachdisziplin aus der Taufe zu heben – die „kontemplative Neurowissenschaft“. Der Dalai-Lama regte auch an, die Hirnaktivität von Mönchen zu untersuchen, die teils mehr als 10 000 Stunden meditiert hatten, und mit der von Menschen ohne Meditationserfahrung zu vergleichen. Das sollte zeigen, wie stark diese Praxis unsere kognitiven und emotionalen Prozesse zu beeinflussen vermag.

Was brauche ich zum meditieren lernen?

Das wichtigste was du brauchst zum meditieren lernen, bist du selbst.

Du kannst im Prinzip überall meditieren. Es gibt einige Hilfsmittel, die dir helfen sollen leichter den Blick nach Innen zu richten. Denn darum geht es beim Meditieren. Die Meditation soll uns helfen unser Innenleben leichter und besser wahr zu nehmen.

Was du nicht brauchst zum Meditieren

  • Du brauchst keine Räucherstäbchen – davon rate ich sogar ab. Sie verkleben nur deine Lungen
  • Du brauchst keinen Lotus-sitz – davon rate ich ebenfalls ab. Mir schlafen dabei immer dermaßen die Füße ein, dass ich danach nicht mehr hoch komme. Warum das so ist beschreibe ich in diesem Artikel!
  • Du brauchst kein Meditationskissen – ein Sessel reicht. Achte darauf, dass deine Beine und Arme nicht überkreuzt sind. Mit überkreuzten Beinen und Armen kommst du nur schwer in eine echte Entspannung.
  • Du brauchst keinen Meditationsguru beim Meditieren lernen – Meditation sollte niemals in eine Abhängigkeit münden!!!!
  • Du brauchst auch keine Einweihung – ein jeder Mensch ist einzigartig. Also wer sollte dich in deiner Einzigartigkeit noch lehren und einweihen. Du brauchst vielleicht einen Lehrer, der dich lehrt zu erkennen, dass du dein eigener Meister bist.
  • Du brauchst keinen Wecker, um aus der Meditation wieder aufzuwachen. Das geht ganz von alleine. Du verlierst weder dein Bewusstsein, noch die Kontrolle über dich selbst.

Alles was du brauchst ist ein Stuhl auf dem du sitzen kannst. Wenn es für dich angenehm ist, dann kannst du auch eine Entspannungsmusik einlegen und dann kann es schon los gehen!

7 Schritte zu einer gelungenen Meditation

Eine Meditation ist dann gelungen, wenn du dich danach

  • ruhiger und ausgeglichener
  • erfüllter und glücklicher und
  • voller Kraft und Energie

fühlst. Wenn du nach der Meditation aufwachst und dein Füße sind eingeschlafen, dann hast du die falsche Sitzhaltung. Die Sitzhaltung ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Es wird zu sehr der Fokus auf den Lotus-Sitz gelegt. Vergiss den Lotus Sitz. Dieser Sitz wurde von den Yogis in Indien praktiziert, weil dort in den Gebetshäusern keine Stühle sind und die Meditierenden mit dem Hintern auf der Erde oder auf dem Steinboden sitzen. Wir sind weder in Indien, noch ist unser Hintern auf der Erde. D.h., wir sind in der Wohnung mit unserem Energiekreislauf nicht geerdet.

Bevor du beginnst

Kläre dein Warum! Warum möchtest du meditieren? Möchtest du meditieren, weil deine Tante Emma gesagt hat: das sollst du machen? Oder verspürst du einen inneren Impuls? Der innere Impuls ist ganz wichtig beim Meditieren. Du brauchst eine innere Motivation dafür. Du brauchst den Wunsch, etwas für dich zu tun. Vielleicht möchtest du ausgeglichener werden. Vielleicht hast du viel Stress im Leben und möchtest eine Methode lernen, um entspannter zu werden. All diese Dinge sind gute Motivationen.

Also, warum möchtest du meditieren?

  1. Sorge für Ruhe. Schalte dein Handy ab und achte darauf, dass du in den nächsten 15 Minuten nicht gestört wirst. Sorge für eine ruhige, angenehme und besinnliche Umgebung. Diese Umgebung kann in der freien Natur sein (hier kannst du im Lotus Sitz meditieren). Sie kann aber auch in deiner Wohnung oder in deinem Haus sein. Mache aus deiner Meditation etwas Besonderes. Zünde eine weiße Kerze an. Ziehe etwas bequemes an und mache dir bewusst, dass du JETZT etwas für dich tust. Du kannst auch eine angenehme Hintergrundmusik einlegen. Die Musik sollte allerdings keine Höhepunkte haben und dich nicht zu sehr ablenken.
  2. Sei geduldig mit dir. Geduld und Ausdauer sind für das meditieren lernen die besten Lehrmeister.
  3. Lenke deine Gedanken auf deinen Atem. Beginne damit, dass du deinen Atem beobachtest. Du beobachtest deinen jetzigen Fluss des Atems.
  4. Nachdem du deinen Atem einige Zeit beobachtet hast, beginne beim Einatmen mit 1 zu zählen. Beim Ausatmen zählst du 2…einatmen 3…ausatmen 4…einatmen 5…ausatmen 6…usw.
  5. Wenn du 10 Atemzüge gemacht hast, beobachte deinen Atem weiterhin. Spüre, wie jetzt der Atem in dich einströmt und beim Ausatmen wieder ausströmt. Denke folgende Gedanken: “Jedesmal beim Einatmen werde ich erfüllt mich Harmonie und neuer Lebenskraft. Und jedesmal beim Ausatmen verlässt mich alles Ungute.” Wiederhole diese Gedanken mind. 2 Mal.
  6. Verweile in dieser inneren Harmonie für einige Minuten. Wenn du bemerkst, dass du an das Schnitzel vom Mittagessen denkst, dann kehre zurück zu deinen Atem. Beginne wieder den Atem zu zählen.
  7. Nimm dir einen Übungszeitrahmen von 21 Tagen und meditiere einmal am Tag. Nach den 21 Tagen solltest du eine Meditationszeit von 20 Minuten aufbauen.

Wie du das Beste aus deiner Meditation machst

  • Meditiere regelmäßig. Übung macht auch hier den Meister
  • Deine Meditation sollte etwas Besonderes sein. Betrachte sie als eine Verabredung mit dir selbst.
  • Besinne dich immer auf dein WARUM! Was ist deine Hauptmotivation?
  • Entscheide dich für einen Meditationsweg. Es gibt unzählige Meditationsarten. Entscheide dich für eine Variante und praktiziere sie solange, bis du sie perfekt kannst.
  • Sei geduldig und rücksichtsvoll mit dir. Auch wenn es nicht gleich klappt – bleib drann
  • Behalte deine Eindrücke vorerst für dich. Glaube mir, die anderen werden dir nicht glauben, was du ihnen erzählst. Es können ganz interessante Empfindungen während der Meditation auftreten.

Mein Weg zur Meditation

Es ist ganz klar, dass wir nicht jeden Tag die gleiche Motivation haben. Natürlich haben wir auch nicht immer Zeit zum meditieren lernen. Mach die Meditation aber trotzdem. Es kommt schon auf die wenigen Minuten an, in denen du es probierst. Ich habe im Jahr 1999 zu meditieren begonnen und habe schon fast 20 Jahre Erfahrung damit. Die Beständigkeit, mit der ich die Meditation ausübte hat mir den Erfolg gebracht, den ich jetzt ernte. Ich kann rückblickend sagen, dass die Meditationspraxis mein ganzes Leben verändert hat.

Ich begann mit Meditation, weil ich unter schweren Depressionen litt. Meine Hauptmotivation war, diese quälenden Zwangsgedanken aus meinem Kopf raus zu bekommen. Und, was soll ich sagen. Ich habe es geschaft. Ich habe nicht nur meine Depressionen überwunden. Nein. Ich führe heute eine befreites und glückliches Leben. Ich bin mir sicher, wenn ich damals mit Medikamenten und Psychotherapie weitergemacht hätte, wäre ich heute ein Medikamenten Junkie und nichts hätte sich geändert. Ich habe meinen Heilungsprozess selbst in die Hand genommen. Und eines ist mir dabei klar geworden. Nicht die Therapeuten oder die Ärzte sind die Spezialisten. Sondern du selbst bist der Spezialist. Du wohnst schon seit Anbeginn deiner Tage in deinem Körper. Und nur du kennst deinen Körper am besten.

Also just do it! Beginne noch heute mit dem meditieren lernen!

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