Der Lotussitz ist eine Sitzposition, die in fernöstlichen Religionen in Meditation ausgeübt wird. Der Lotussitz ist der Form der Lotusblume nachempfunden. Im Lotossitz, sind die Beine verschränkt. Dabei ruht der rechte Fuß auf dem linken Oberschenkel nahe der Leistenbeuge und der linke Fuß entsprechend auf dem rechten Oberschenkel. Der Lotussitz ist zu empfehlen, wenn du dich in der freien Natur befindest und keinen Stuhl hast, um deine Meditation zu machen.

Wenn du mit dem Meditieren beginnst, dann ist es wichtig, dass du zuerst in eine Entspannung findest. Mit dem Lotussitz ist das echt schwierig. Ich meditiere seit dem Jahre 1999 jeden Tag mindestens 20 Minuten. Meine erste Meditationsschule hat mit dem Lotussitz begonnen. Nach meiner ersten Meditation sind mir derart die Füße eingeschlafen, dass ich danach kaum noch hoch gekommen bin. Ich musste dann mit der U-Bahn nachhause fahren. Auch das habe ich nur schwer geschafft, da meine Beine noch eine Stunde nach der Meditation fast taub waren.

Ich habe es wirklich versucht. Ich habe den Meditationslehrern geglaubt. Sie haben mir erklärt, dass ich zu wenig gedehnt sei. Dass ich mich schon daran gewöhnen werde. Doch leider war das nicht der Falle. Mir ist sehr schnell die Lust am Meditieren vergangen. Heute bin ich selbst Meditationslehrer und weiß, dass die Freude an der Meditation die größte Antriebskraft ist. Sie soll dir Freude bereiten und du sollst dich in deinem Körper gut fühlen. Doch kurz bevor ich am Aufgeben war, habe ich dann meinen wirklichen Meditationslehrer kennen gelernt.


Er war Professor für Psychologie und Metaphysik und ein sehr erfahrener Meditations- und Yogalehrer. Er war einer der ersten, der Yoga nach Deutschland gebracht hat. Und das erste was ich bei ihm gelernt hatte war, meditiert auf dem Stuhl im Sitzen. Die Beine sollen sich nicht überkreuzen!!! So blockierst du dich selber! Meditation begann Spaß zu machen. Ich erkannte, dass ich mich im Lotussitz nicht auf das Wesentliche konzentrieren konnte.

Mittlerweile weiß ich auch, woran das liegt:

Deine Füße schlafen im Lotussitz ein

Vielen Menschen schlafen im Lotussitz die Füße ein. Sie glauben dann, dass sie nur mehr üben müssen, damit das nicht mehr so ist. Doch das stimmt nicht.

Bei der Meditation sollst du entspannen und dich auf dein Inneres konzentrieren. Und nicht auf deine eingeschlafenen Füße.

Der Lotussitz wurde vermutlich in Indien entwickelt. Die Yogis praktizieren viele Stunden Yoga, um in ihre Mitte zu kommen. Die Yogaübungen helfen ihnen körperliche Spannungen abzubauen und in eine innere Konzentration zu gelangen. Der Yoga besteht aus mehreren Ebenen:

  • die Atemübungen
  • die Körperübungen
  • die Meditation

Durch die köprerlichen Dehnungs- und Kräftigungsübungen der Asanas sind die Yogis in einer ganz anderen körperlichen Verfassung wie wir Menschen im Westen. Wir sitzen stundenlang vor dem Computer und bewegen uns kaum. Wenn du da mit dem Lotussitz beginnst, verlierst du sehr schnelle die Motivation für Meditation. Und das wäre schade. Weil auch wir im Westen kennen die Meditation. Nur heißt sie bei uns anders. Sie wird Autogenes Training oder Gebet bezeichnet.

Du kannst dich nicht entspannen

Ein ganz wichtiger Faktor für mich ist, dass du im Lotussitz schwer in eine Entspannung kommst. Seriöse Psychologen und Entspannungstrainer empfehlen die Übungen entweder im Sitzen oder im Liegen zu machen. Denke doch bitte mal selber nach. Die Erleuchtung findest du nicht weil du den Lotussitz perfekt kannst, sondern weil du den Weg zu dir selbst gefunden hast.

Probiere es selber aus. Wenn du im Lotussitz deine Meditation machst, dann garantiere ich dir, dass da tausend Dinge auftauchen, die dich stören. Zum Beispiel das Einschlafen der Füße, ein ziehen in den Oberschenkeln. Das Überdehnen der Hüften und der Lendenwirbelsäule. Und deine Gedanken kommen dadurch noch weniger zur Ruhe. Eine richtig gute Meditation beginnt immer mit der Entspannung.

Außerdem machen die indischen Yogis vor der Meditation die Asanas. Sie praktizieren körperliche Übungen, um den Körper zu strecken, zu kräftigen und zu dehnen. Erst danach versenken sie sich in die Meditation und widmen sich den seelischen und geistigen Kräften.

Nur wir im Westen glauben den körperlichen Teil überspringen zu müssen und setzen uns gleich in den Lotussitz. Das funktioniert nicht. Vor allem als Anfänger wirst du damit deine Probleme haben.

Dein Energiefluß blockiert im Lotussitz

Ja, du hast richtig gelesen. Mir ist bewusst, dass es viele Leser sind, die schon einige Jahre im Lotussitz mediteren. Doch glaube mir, wenn die Beine überkreuzt sind und dein Popo nicht geerdet ist, dann blockierst du dich. Dann wirst du keine Erleuchtung nicht erreichen.

Setze dich im Lotussitz hin und mache deine Meditation. Und dann probiere es auf einem Stuhl. Beine und Arme nicht überkreuzen. Du wirst mit Sicherheit merken, dass da was anders ist.

Das ist so ähnlich wie mit der Elektrizität. Eine Leitung sollte immer geerdet werden. Du hast sicher schon dem Energiestrom (Chi oder Prana) gehört. Das Prana strömt über deine Schädeldecke ein, die Vorderseite deines Körpers hinunter und wenn sie nicht in die Erde abfließt, dann strömt sie auf der rückseite entlang der Wirbelsäule wieder hoch. Somit hast du einen geschlossenen Energiekreislauf. Wenn du allerdings deine Beine ohne Erdung überkreuzt, dann kannst du dir das wie mit einem Glas Wasser vorstellen. In dieses Glas wird laufend hineingeschüttet, obwohl es schon voll ist. Irgenwann wird es überlaufen und der gesamte Bereich ist überflutet.

So erzeugst du einen energetischen Supergau. Die Lösung ist entweder die Erdung – den Popo oder das Ende deiner Wirbelsäule direkt mit der Erde verbinden, oder eben auf einem Stuhl sitzen, damit die Energie an deinen Körperseiten zirkulieren kann.

Fazit

Das Meditieren sollte Freude machen. Es soll dir wirklich was bringen. Durch die tägliche Meditationspraxis hast du die einmalige Chance deine ganze Chemie in deinem Gehirn zu veärndern. Also sorge dafür, dass du dich so wohl wie möglich fühlst. Sorge dafür, dass dich die äußeren Umstände nicht ablenken.

In der Meditation sollst du dich auf dich selbst und auf dein Innenleben konzentrieren. Der Lotussitz ist keine günstige Sitzposition dafür. Es gibt bessere Sitzpositionen zum Meditieren. Die indischen Yogis und Gurus leben in Asien und dort haben sie ihre eigenen Rituale und andere Möglichkeiten als wir hier im Westen. Auch der Sonnengruß wird nie die Energie in dir frei setzen, wie der Sonnengruß in Indien. Der Sonnengruß wird von den Yogis meistens um 5 Uhr morgens in 3000 m Höhe auf einem Berg in Indien praktiziert. Dort ist die Sonneneinstrahlung eine andere als bei uns.

Du wirst mit dem Sonnengruß wunderbare körperliche Dehnungen und Kräftigungen machen können. Doch die spirituelle Erfahrung bleibt dir verborgen. Und ähnlich ist die Meditation mit dem Lotussitz.

Die spirituelle Erfahrung bekommst du, wenn du innerlich frei bist. Wenn du es schaffst dich von den Äußerlichkeiten aus zu klinken und dein wahres Sein im Inneren findst. Und deiner Seele ist es egal wie du gerade sitzt. Hauptächlich dir geht es gut.

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