Anil lebte viele Jahre ein durchschnittliches Arbeitsleben im Hamsterrad. Hat brav mitgestrampelt. Doch irgendwie merkte er, dass da noch mehr sein muss. Das Leben hat doch mehr zu bieten, als jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit zu gehen.

Er wollte frei sein. Eine richtig gute Karriere machen und viel Geld verdienen. Alle wollen das. Doch nur wenige erreichen es. Er wollte zu jenen gehören, die dieses Ziel erreichen werden.

Also begann er nach Lösungen zu suchen. Die Lösungen hat er auf einem Weg der Selbsterkenntnis gefunden. Er hat sich große Ziele gesetzt und hat diese Visionen Schritt für Schritt in die Realität umgesetzt.

Heute betreibt Anil einen Blog – www.gedankenpower.com und ist ein erfolgreicher Unternehmer. Er schreibt über die Berufung und über Gedankenkraft.

Auf seinem Blog gibt er seine Erfahrungen und sein Wissen weiter. Anil hilft Menschen ihr wahres Potential zu entdecken und nach außen zu bringen.

Er schreibt wunderbare und sehr hochwertige Artikel zu den Themen:

  • Selbstvertrauen
  • Berufung & Sinn
  • Einstellungen und Gewohnheiten

Auf seinen Seiten findest du wertvolle Anregungen, Tipps und Informationen um mit deiner Persönlichkeit zu arbeiten.

Ich habe Anil eingeladen das folgende Interview mit mir zu machen. Ich freue mich schon riesig darauf, da ich selbst schon sehr viele kraftvolle Inputs durch seine Artikel bekommen habe.

Was hat dich dazu bewogen einen Blog mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung zu gründen?

Hey, Christian. Zuerst einmal vielen Dank für deine Einladung und die tollen einleitenden Worte… 🙂

Was mich dazu bewogen hat? Ich will es direkt auf den Punkt bringen…

Unzufriedenheit!

Ich war unzufrieden mit meinem Job.

Ich war unzufrieden mit meinem Studium.

Ich war unzufrieden mit meiner finanziellen Situation.

Ich war unzufrieden mit mir selbst und war von Selbstzweifeln befallen, die mir mein Selbstvertrauen zerstört haben.

Und eines möchte ich betonen: Viele sagen immer: „Ja, aber man muss doch zufrieden sein. Der hat sie doch nicht mehr alle!“

Falsch. Unzufriedenheit ist der erste Schritt zum Rückschritt. Ohne Unzufriedenheit gibt es kein Wachstum.

Ich brauche den Ehrgeiz, jeden Tag, jede Woche und jeden Monat ein Stück weit besser zu werden. “Besser werden“ nicht im Sinne vom Selbstwertgefühl. Jeder ist wertvoll. An diesem Wert gibt es nichts zu rütteln.

Deshalb meinte ich damit: Konstanten persönlichen WACHSTUM

Denn Wachstum gibt uns Erfüllung. Nur wenn wir wachsen, wenn wir vorankommen und uns weiterentwickeln, sind wir glücklich.

Das ist der große Unterschied, wenn man eine Erfolgsmentalität hat, die einem gleichzeitig extrem befreit.

Sie befreit dich von der Meinung der anderen. Sie befreit dich von Versagensängsten. Sie beflügelt dich dazu, endlich aus deinem Leben das zu machen, was du dir immer erträumt hast.

Aus der Not heraus sucht man dann eben nach Lösungen, weil man sich mit den Umständen, die einen unglücklich machen, NICHT ZUFRIEDEN GIBT. So war das bei mir.

Ich wollte nicht mehr die steile Karriere in der Wirtschaft (weil sie mehr der Phantasie, als der Realität entsprach).

Ich hatte mir alles anders vorgestellt. Irgendwie leichter. Aber es gab auch beruhigende Gedanken: „Ich bin mit dieser Situation ja nicht alleine. Es gibt so viele Menschen, die doch auch in dieser Situation stecken.“

Dieser Gedanke war später dann die treibende Kraft, um anderen Menschen dabei zu helfen, das routinehafte 9-5 Leben hinter sich zu lassen und selbstbestimmt sein eigenes Ding durchzuziehen.

Für mich war ein wichtiges Ziel damals schnell klar: Ich muss dieses System verlassen. Es muss doch irgendwie andere Wege geben.

Und wie es der Zufall manchmal so will, bekam ich durch meinen Onkel, während einer großen Sinnkrise, ein Buch von Anthony Robbins in die Hand gedrückt.

Ja, das klingt jetzt wieder nach der klassischen Story, wo dieses Buch immer wieder auftaucht…

Aber man muss es betonen: Das Power-Prinzip von Anthony Robbins ist einfach ein geniales Buch, welches schon viele Menschen extrem beeinflusst hat, etwas zu verändern. Ich zähle auch dazu.

Ab da an verschlang ich viele weitere Bücher von bekannten Autoren der Persönlichkeitsentwicklung.

Aber die ganzen Bücher waren nicht der springende Punkt.

Der springende Punkt war, dass es in meinem Kopf „Klick“ gemacht hat. Ich wollte nur eines: ETWAS AUS MEINEM LEBEN MACHEN.

Dafür war und bin ich immer noch jeden Tag bereit, den Preis zu zahlen.

Und der Preis ist eigentlich sehr deutlich auf dem Schild zu lesen: UMSETZEN! MACHEN!

Genau das habe ich vom ersten Tag an getan. Der erste Stein kam ins Rollen.

Zu Beginn war das alles natürlich eine harte Zeit.

Denn wenn dich eine Sache an das Hamsterrad bindet, dann ist es deine finanzielle Situation. Ich war von Jobs abhängig. Also habe ich mich damit beschäftigt, wie ich mehr Geld verdienen kann.

Irgendwann bin ich dann auf das Konzept gestoßen, ein eigenes online Business aufzubauen. (Das war 2011).

Man muss wissen, das ich mich zu der Zeit gleichzeitig auch auf „Selbstfindung“ befand. Ich habe damals nach meiner Berufung und Leidenschaft gesucht. Nicht bewusst, aber unbewusst und heute im Nachhinein habe ich genau das getan.

Und irgendwie hat mich die Idee gepackt, eine Seite zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ aufzubauen.

2-3 Jahre habe ich mich bis dahin bereits mit diesem Thema befasst. Ich hatte das Selbstvertrauen, meine Ideen und ersten Erfahrungen mit anderen zu teilen.

So hat sich das dann über die Jahre Schritt für Schritt entwickelt.

Es ist ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass man mit seinem Unternehmen eine klare Mission verfolgt und dadurch vielen Menschen dabei hilft, ihr Leben zu verbessern. Darum geht es für mich letzten Endes. Resultate im Leben von anderen Menschen sorgen.

Wie sieht für dich eine richtig gute Karriere aus?

Die gute Karriere beginnt für mich bereits vor der eigentlichen Karriere… 🙂

Und zwar mit dem Thema Selbstfindung.

Ich halte nichts davon, einfach blind der Masse (oder dem Geld) zu folgen.

Es ist extrem wichtig, sich selbst zu kennen. Das geht nur mit Selbstreflektion.

Man muss sich intensiv mit der eigenen Persönlichkeit auseinandersetzen. Sonst platzen die Karriereträume schneller als man gucken kann.

Wieso sollen wir 5 Jahre mit unserer „Karriere“ in die falsche Richtung laufen? Warum die Leiter gehen die falsche Wand stellen?

Ich muss zuerst wissen, wer ich bin, was mir wichtig ist, was ich kann, was ich lernen will und wo ich hinwill. Hier beginnt für mich eine richtig gute Karriere. Diesem Pfad zu folgen und zu verwirklichen, nenne ich dann Karriere.

Welche Rolle spielt deiner Meinung nach das Geld bei der Karriereentscheidung?

Eine untergeordnete. Jedenfalls für mich.

Ich bringe z.B. meinen Lesern bei, wenn sie den Weg des Angestellten gehen, auch Einkommen aus anderen Bereichen zu verdienen, damit man eben beim Traumjob nicht so sehr auf das Gehalt achten muss.

Es ist eben so, wenn die Grundkosten nicht gedeckt werden, helfen Berufung und alles Drumherum auch nicht. Also muss man aus verschiedenen Bereichen Einkommen aufbauen, wenn man einen Traumjob hat, der nicht gerade gut bezahlt wird. Dadurch wird man sich irgendwann zwangsläufig die Frage nach dem Geld stellen.

Und verdienen kann man grundsätzlich in diesen Bereichen:

  • Angestellt
  • Freiberufler
  • Selbstständig
  • Unternehmer
  • Investor

Alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Nehmen wir an jemand hat einen absoluten Traumberuf (Angestellt). Diese Tätigkeit wird bereits ausgeführt, sie macht Spaß und sie erfüllt, ABER…. Die Bezahlung ist nicht besonders gut.

Dann müssen wir hergehen und Einkommen in einen der 4 anderen Bereichen aufbauen. Idealerweise aber, wenn man Zeiteinsatz und Verdienstmöglichkeiten voneinander trennen kann und nach Wert bezahlt wird, den man kreiert.

So sehe ich das mit dem ewigen Konfliktthema Geld und Karriere.

Denn nur zu sagen: „Scheiss aufs Geld und fokussiere dich nur auf Berufung und Leidenschaft“, kann schnell in die Hose gehen.

Wie wichtig ist es für dich eine Vision zu haben? Und vor allem wie komme ich zu einer richtig guten Vision?

Die persönliche Vision zu erkennen, ist eines der wichtigsten Schritte in der Selbstfindungs-Phase.

Eine Vision gibt uns Kraft, Hindernisse und schwierige Herausforderungen zu überstehen. So gut wie immer trifft man auf Schwierigkeiten.

Jeder Mensch hat „Probleme“ und irgendwelche „Schwierigkeiten“, die er meistern muss.

Menschen, die ihre Vision kennen, haben da deshalb einen gewaltigen Motivations-Vorteil.

Die Vision hilft uns, im Alltag den Fokus zu wahren, weil wir eben wissen, wohin die Reise geht. Zwar keine genauen Koordinaten, aber die Richtung ist klar, weil wir eine Vorstellung von dem haben, was wir erreichen wollen.

Es gibt genügend Ablenkungen im Alltag. Ohne Fokus erledigen wir niemals die Aufgaben und erhalten niemals die verändernden Resultate, die wir uns wünschen.

Und außerdem gibt uns eine Vision die Fähigkeit zur Weitsicht. Somit wird eine gute Basis gelegt, um zukünftig Entscheidungen zu treffen, die du nicht bereust.

Das liegt alles daran, weil du weißt, was du willst.

Aber wir wollen ja auch wissen, wie man zu einer guten Vision kommt. Wie gehen wir vor?

Also, ich empfehle dir Folgendes:

  1. Sorg für Ruhe. Kein Smartphone, kein Internet, keine E-Mails. Nichts. Wirklich! Halte dich daran.
  2. Hol dir Stift und Papier. Ganz klassisch. Das funktioniert immer besser als etwas digital einzutippen. Wenn wir Gedanken auf Papier bringen, haben wir den ersten Schritt getan. Sie sind jetzt kein einfacher Gedanke mehr. Sie sind etwas Festes, das wir in Händen halten können. Deshalb: Alles Schriftlich aufschreiben!
  3. Sorge für eine inspirierende Atmosphäre. Musik kann uns schlagartig in einen ganz anderen Zustand versetzen. Meditationsmusik oder einfach klassische Stücke funktionieren am besten.
  4. Beantworte folgende Fragen:
  • Was würdest du am Ende deines Lebens bedauern nicht getan zu haben?
  • Was sind deine wichtigsten Ziele in den Lebensbereichen Gesundheit, Beruf, Finanzen und Beziehungen?
  • Was willst du alles in deinem Leben erreichen?
  • Welche Tätigkeiten machen dir Spaß? Was könntest du jeden Tag, jede Woche und jeden Monat tun? Finde mindestens 7.
  • Stell dir vor du müsstest nie wieder arbeiten… Wie würde dein Alltag aussehen? Was würdest du machen? Wo würdest du leben? Wer wäre an deiner Seite? Wie würde es dir gehen?

Und bedenke: Lass dir Zeit. 1-2 Stunden (oder mehr) können locker vergehen.

  1. Bilde aus deinen Antworten deine persönliche Vision. Schreibe in Ich-Form. Wie sieht dein zukünftiges Leben aus? Es ist quasi die Zusammenfassung aus den vorherigen Antworten. Nutze dafür maximal eine ganze Din-A4 Seite.

Es ist dabei wirklich entscheidend, intensiv darüber nachzudenken. Man darf nicht einfach nur an der Oberfläche kratzen.

Du schreibst sehr viel über den Flow in deinen Artikeln. Wir alle kennen Momente, in denen der Flow mal kurz oder lang weg ist. Was kann mann/frau in solchen Situationen tun, um wieder in den Flow zu kommen?

Interessante Frage… Ich habe hier ein paar Gewohnheiten, die mir dann dabei helfen, wenn ich stecken bleibe.

  1. Ich mach eine Pause. Denn meistens nimmt das Gefühl von Flow bei mir ab, wenn ich nicht fokussiert arbeite, nicht genau weiß was zu tun ist oder nicht den Sinn erkenne, warum ich das tue.

Deshalb mach ich eine Pause, um Energie zu sammeln. Ich brauche Klarheit. Und die bekomme ich durch Spaziergänge (wenn es nur ein kleiner Flow-Verlust ist). Bei großen schalte ich mehrere Tage ab.

  1. Dann hole ich mir Inspiration. Ich lese ein Buch, das mich motiviert. Oder schaue mir an, was meine Vorbilder erreicht haben. Das erinnert mich wieder daran, warum auch ich bestimmte Dinge tue.
  2. Ich frage mich, warum ich keinen Flow mehr habe. Und ganz ehrlich: Meistens liegt es bei mir daran, weil ich die vielen kleinen Aufgaben, die für den Flow-Verlust sorgen, nicht im Zusammenhang mit dem großen Bild sehe.

Hier kommt dann wieder unsere Vision ins Spiel. Die rufe ich mir dann in Erinnerung.

Und generell reflektiere ich sehr intensiv, wenn ich große Motivationslöcher habe und ans Aufgeben denke.

Viele glauben, ich sei immer VOLL im Flow. Das stimmt nicht. Alle 2-3 Monate habe ich große Krisen. Die hat aber jeder. Egal wie weit man schon ist. Aber selbst innerhalb einer Woche gibt es einige kleine Tiefpunkte.

Erst diese Krisen machen uns stärker. Sie veranlassen es immer und immer wieder, das ich zurück zur Selbstreflektion gehe und manchmal alles infrage stelle.

Das ist aber nicht der häufigste Grund. Wie gesagt, das trifft alle 2-3 Monate zu.

Manchmal mangelt es an dem richtigen Wissen, die bestimmte Tätigkeit zu erledigen. Dadurch sammelt sich Frust. Und Frust sorgt dann dafür, das mein Flow-Gefühl sinkt, weil ich genervt bin.

Tja, die Lösung? Recherchieren! Einen Plan erarbeiten, wie ich das jetzt anders machen will.

Mit der Zeit habe ich aber einige Gewohnheiten in meinem Leben hinzugefügt, die dafür sorgen, das der Flow-Verlust wirklich nur sehr sehr kurz ist.

Das sind alles Sachen, die du mit Sicherheit schon mal gehört hast

Hier ein paar Beispiele:

  • Eine klare Morgenroutine, die mich an meine Ziele erinnert. Die mir Dankbarkeit lehrt und die mir meine wichtigsten Aufgaben des Tages bewusstmacht.
  • Abwechslung. Spaziergänge sind ein Teil davon. Manchmal ist es ein Nickerchen. Manchmal sogar TELLER WASCHEN! „Man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist.“ Wenn ich dann wieder zurück bin, geht es wieder ab. Denn egal was du tust, du kannst dich nicht 5 Stunden zu 100% im Flow sein.
  • Ich höre Musik im Hintergrund, wenn ich arbeite. Hätte ich jemals gedacht, klassische Musik zu hören? Ich? Der auf Hip-Hop steht? Niemals! Aber mittlerweile schon 🙂 Meinen Flow kann ich so sehr gut halten.
  • Jeden Abend bestimmte Leitfragen beantworte –  Was lief gut? Was kann besser gemacht werden?

Auf deinem Blog Gedankenpower.com schreibst du immer wieder über ein starkes Selbstvertrauen. Gibt es eine Übung, die du empfehlen kannst, um ein starkes Selbstvertrauen aufzubauen?

Ich kann nur jedem empfehlen täglich ein Journal zu führen.

D.h. man schreibt sich jeden Abend auf, was man erreicht hat. Was gut gelungen ist. Worauf man stolz sein kann…

So ein Journal ist meiner Ansicht nach die beste Möglichkeit, weil sie sehr simpel ist und gleichzeitig sehr schnell Resultate erzielt.

Der Grund liegt darin, weil wir uns sehr schnell eine große Sammlung von vielen kleinen und großen Referenzerlebnissen aneignen. Ich nenne es auch gerne einen Katalog. 🙂

Selbstbewusstsein wird maßgeblich von unseren Referenzerlebnissen beeinflusst. Also von Erfahrungen gekoppelt mit unser Interpretation. Ganz besonders in der Kindheit. Bestimmte schmerzvolle Erfahrungen werden nie richtig verarbeitet, weil die meisten keine neuen Referenzerlebnisse sammeln, die die alten wiederlegen.

Deshalb ist so ein Journal wichtig.

Ich schreibe mir jeden Tag so 5-10 Dinge auf, die mir gelungen sind. Dann gehe ich sehr glücklich ins Bett und stehe morgens mit noch mehr Motivation auf, weil ich mir denke: „Okay heute muss ich Vollgas geben, damit ich genügend Dinge für meine Liste finde.“ Haha, total bescheuert, aber es funktioniert. 🙂

Gleichzeitig ist man stolz. Nicht nur, wenn man es aufschreibt, sondern gerade dann, wenn du Wochen oder Monate später in deinen Erfolgs-Katalog nachliest. Genau das baut Selbstbewusstsein auf!

„Man ich habe ja doch echt viel geschafft in letzter Zeit.“

Das Coole ist, das die kleinen Dinge dein Selbstvertrauen aufbauen. Wir können eben nicht jeden Tag die Welt retten. 🙂

Denn viele denken immer, dass nur die ganz großen Erfolge Selbstbewusstsein aufbauen, aber das stimmt nicht. Es sind nur AUSREDEN, um solch ein Journal NICHT zu führen.

Ein jeder Mensch hat Gewohnheiten. Oft sind es die weniger guten Gewohnheiten, die uns Probleme machen. Wie kann ich schlechte Gewohnheiten am besten los werden?

Sehr spannendes Thema! Damit habe ich mich selbst sehr lange beschäftigt, weil Gewohnheiten einen großen Teil unseres persönlichen Erfolges ausmachen. Dein Leben ist die Summe deiner Gewohnheiten.

Es gibt ja wirklich unendliche Blogartikel, Bücher und Videokurse, die genau dieses Thema behandeln. Manchmal wird vielleicht daraus eine zu große Wissenschaft gemacht, weil jeder behauptet: „Nur so funktioniert das“.

Ich bin zwar nicht der Experte hierfür, aber ich kann dir trotzdem viele Erfahrungen von mir weitergegeben, weil ich mich damit täglich auseinandersetze. Und Mittlerweile klappt das sehr gut. Über die Jahre haben sich bei mir viele Automatismen gebildet…

…und hier liegt bereits der erste wichtige Punkt. Das brauch Zeit!

Nein, keine 21, 28 oder 44 Tage. Lass dich gar nicht darauf ein. Es ist kein Wettrennen.

Die Tage spielen gar nicht die entscheidende Rolle.

Ich wollte z.B. vor einigen Jahren die Gewohnheit entwickeln, täglich ein Journal zu führen.

Es hat 3-4 Monate gedauert, bis es zur festen Gewohnheit wurde.

Also weit darüber, was man so liest (natürlich habe ich mich auch an die Anweisungen gehalten).

Entscheidend für uns ist es, das Konzept zu verstehen, wie Gewohnheiten entstehen und wie wir sie verändern können.

Das Konzept ist wieder sehr simpel.

Es nennt sich: Gewohnheiten folgen immer demselben MUSTER!

Mehr nicht.

Wie sieht das Muster aus?

  1. Der Auslöser.
  2. Die Gewohnheit.
  3. Die Belohnung.

Diese 3 Sachen musst du dabei immer im Hinterkopf haben.

Wer eine neue Verhaltensweise durchziehen will, damit sich daraus eine Gewohnheit entwickelt, muss bereits bei #1 sehr bewusst leben.

D.h. die Kunst liegt darin, die auslösende Situation/Gefühl oder was auch immer, schnell zu erkennen.gedankenk

Besonders am Anfang.

Ich gebe dir ein Beispiel, das es sehr simpel erklärt:

Ich wollte unbedingt Ablenkungen während meiner Arbeitszeiten vermeiden.

Ich habe mich deshalb gefragt, was in den meisten Fällen dafür sorgt, dass ich mich ablenken lasse…

Die Antwort? E-Mails, Telefonanrufe, neue Posts auf Facebook etc.

Und für alles bekomme ich eine Benachrichtigung. Jap, das war es. Die Benachrichtigungen (Klingeln des Telefons, das Auftauchen eines Pop-ups bei einer E-Mail), waren die Auslöser für meine schlechte Gewohnheit.

Wenn man dieses auslösende Ereignis nicht erkennt, wird gar nichts langfristig helfen. Du kannst noch siel Selbstdisziplin haben. Irgendwann gehst du in die Knie.

Deshalb spielt „der Auslöser“ die alles entscheidende Rolle. Das führt schon direkt zur Lösung… Der Auslöser muss ausgetauscht werden.

Das kann auf visueller Ebene geschehen, aber wie in meinem Beispiel, auch auf auditiver (keine Benachrichtigungen mehr; Nichts!)

Schreibe dir alle möglichen Auslöser auf. Schriftlich!

Danach verknüpfen wir den neuen Auslöser mit der gewünschten Gewohnheit.

Kleiner Tipp: Nutze bereits bestehende Gewohnheiten als Auslöser für deine neue Gewohnheit. Z.B.: „Nachdem ich meinen grünen Tee getrunken habe (Auslöser), mache ich XY“.

So würde ich für den Anfang vorgehen.

Mit diesem simplen Konzept habe ich Gewohnheiten wie: Ablenkungsfreies arbeiten, täglich 90 Minuten lesen, Journale führen und und und in meinen Alltag integriert, ohne viel darüber nachzudenken. Ich mach sie jetzt einfach.

Mehr von Anil bekommst du unter www.gedankenpower.com.

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