Wir leben in einer Welt, die alles bietet. Wir haben genug zu essen, genug zu trinken und die meisten ein Dach über den Kopf. Doch reichen diese Dinge nicht aus, um ein traumhaftes Leben zu führen.

Erst wenn alle Grundbedürfnisse befriedigt sind, können wir uns Gedanken über die Selbstverwirklichung machen. Und ein jeder Mensch sollte sich selbst verwirklichen. Denn schließlich gibt es ihn nur einmal auf dieser wunderschönen Erde.

Julia OttJulia betreibt den Blog „http://catch-your-dreamlife.de“. Sie bringt auf sehr einfühlsame Art und Weise Dinge an das Tageslicht, die viele Menschen berühren und zum Nachdenken bringen. Ihr ist es ein Anliegen den Menschen in seinem Herzen zu berühren und ihm seine Einzigartigkeit zu zeigen.

Auf ihrem Blog kannst du wunderbare Inputs und Anregungen finden, die dich in deinem Leben weiterbringen. Sie hilft den Menschen ihre Einzigartigkeit zu entdecken. So nach dem Motto:

„Du selbst bist der Engel in dir. Und wenn detnspu selbst ein Engel bist, dann sollst du auch so leben wie ein göttliches Wesen“.

Zu diesem Leben gehört die Umgebung. D.h. in welchen Räumlichkeiten lebst du? Würde ein Engel sich hier wohlfühlen. Oder welche Nahrung nimmst du zu dir. Ist es das was dein Körper wirklich braucht.

Negative Gedanken in positive Energie umwandeln.

Das Proficoaching für dich

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Das und viele andere inspirierende Dinge kannst du auf ihrem Blog erfahren. Ich bin sehr glücklich darüber, dass sie sich bereit erklärt hat mit mir ein Interview zu machen. Doch lies selbst weiter…

Liebe Julia, was bedeutet es für dich ein gelungenes Leben zu leben?

Ein gelungenes Leben setzt sich für mich aus mehreren Säulen zusammen.

Meine wichtigste Säule ist die Liebe. Einen tollen Partner zu haben, der hinter einem steht, egal was kommt. Mit dem ich die Höhen und Tiefen des Lebens meistern kann, kostbare Momente erleben. Es ist erwiesen, dass glücklich verheiratete Menschen länger und gesünder leben als Singles.

Dazu gehört aber auch die Familie und Freunde. In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist vieles austauschbar und wird einfach ersetzt, wenn es mal nicht so läuft wie geplant. Arbeitnehmer, Partner, Freunde. Die Auswahl ist in der digitalen Welt zudem riesig. Wie schön ist es da, ein Umfeld zu haben, auf das man sich verlassen kann. Balsam für die Seele.

Neben der seelischen Gesundheit trägt natürlich auch die körperliche Gesundheit zu einem wundervollen Leben bei. Eine indische Weisheit sagt, dass der Gesunde viele Wünsche hat, der Kranke nur einen: wieder gesund werden. Nur wenn unser Körper gesund ist, können wir das Leben in vollen Zügen genießen.

Die dritte Säule ist für mich die Individualität oder wie Du schon in der Einleitung geschrieben hast, die Selbstverwirklichung. Jeder Mensch ist anders, hat andere Bedürfnisse, andere Sachen, die ihn glücklich machen. Ein Entdeckerherz oder eher Heimatorientiert, freiheitsliebend, kreativ, strukturiert usw..

Bei mir ist es ein bisschen von Allem. Ich gehe gerne in die Welt hinaus, lerne neue Orte und Kulturen kennen, brauche aber gleichzeitig auch meine Wurzeln zuhause. Ein Ort, an den ich zurück kehren kann.

Ich möchte leben, nicht nur im Alltag „überleben“ und vergessen, wie kostbar jeder einzelne Tag ist. Viele Menschen versacken im Stress des Alltags, reiben sich an den Widrigkeiten im Job und privaten Umfeld. Vergessen sich dabei selbst. Wer sie sind, was sie sich wünschen, was sie wirklich glücklich macht.

Deswegen gehört für mich auf jeden Fall zu einem gelungenen Leben, dass man versucht seinen Weg zu gehen, egal was die anderen sagen. Erfüllung zu finden im Beruf und im Privatleben. Einzigartig sein und sich selbst lieben, mit allen Ecken und Kanten.

Das hört sich leichter an als es ist.

Warum ist die Wohnumgebung so wichtig für uns Menschen?

Unsere Wohnung ist, neben der Arbeitsstelle, meist der Ort, an dem wir uns am längsten aufhalten. Dementsprechend hat sie einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Sie ist Rückzugsort, ein Ort an dem die Familie zusammen kommt, ein Ort für Freude, aber auch um Tränen in schlechten Zeiten zu trocknen.

Dementsprechend sollten wir uns darin wohlfühlen und sie bewusst gestalten. Dabei haben nicht nur Farben und Formen einen großen Einfluss auf unsere Stimmung, auch die Gestaltung und Anordnung der Wohnräume spielt eine Rolle, ob die Energie fließt und die Gedanken frei sein können.

Im Optimalfall hat man die Möglichkeit sich einmal in seinem Leben ein Haus zu bauen. Dies sollte man ganz auf seine Bedürfnisse zuschneiden, ihm Individualität verleihen. Churchill sagte einmal „Zwar entwerfen wir unsere Häuser, aber später prägen sie uns.“ Und so ist.

Ich sehe oft Häuser, die lieblos ihr Dasein fristen. Von Anfang an lediglich funktional gebaut, ohne Charakter oder ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Menschen oder mit den Jahren sogar vernachlässigt. Einfamilienhäuser genauso wie große Mehrfamilienhäuser. Dabei könnten sie mit ein wenig Aufmerksamkeit aufblühen. Und mit ihnen auch die Bewohner.

Es muss nicht gleich eine Villa oder eine exzentrischer Kubusbau sein. Auch „normale“ Häuser können mit Details einzigartig sein, liebevoll gestaltet werden und Ausdruck unseres Selbst sein. Ein Raum für Inspiration und Lebensfreude sein.

Es ist eine Gegenseitigkeit zwischen unserem Zuhause und uns.

Wie kann ein harmonisches Zuhause zu einem starken Selbstbewusstsein beitragen?

Das Zuhause ist unser Rückzugsort. Ein Ort, an den wir zurückkommen dürfen, wenn die Welt es vielleicht gerade nicht so nett mit uns meint.

Ist dieser Ort zerrüttet, ob rein wohnlich oder auch mit den Menschen darin, nimmt er uns die Sicherheit. Wir verlieren den Halt. Werden oft unsicher. Einige sogar kriminell.

Ein harmonisches Zuhause gibt uns Kraft und den Mut, etwas zu wagen, uns zu entwickeln. Es inspiriert und gibt uns Freiheit. So können wir selbstbewusst in die Welt hinausgehen, weil wir wissen, unser Zuhause ist da.  Wir können zurückkommen.

Was meinst du zu Fotos und Requisiten aus der Vergangenheit? Sollten sie in der Wohnung platziert werden oder eher nicht?

Ich würde sagen ja. Jeder Mensch hat eine Vergangenheit, die ihn geprägt hat. Wertvolle Erinnerungen an schöne Momente, liebe Menschen, einzigartige Erlebnisse. Es erfüllt die Wohnung mit Leben, macht sie individuell und gemütlich.

Aber: Das richtige Maß ist entscheidend. Man kann eine Wohnung damit auch „zumüllen“. Dann wirkt es erdrückend, unruhig, hindert einen am Vorankommen. Man sollte lernen loszulassen.

Ein paar ausgewählte Objekte aus der Vergangenheit, an denen das Herz hängt. Kombiniert mit Lieblingsfotos, die in Rahmen und an prominenten Plätzen schön – im gewählten Einrichtungsstil – in Szene gesetzt werden.

In deinem Ebook: “Dein Traumhaus bauen” gibst du wertvolle Tipps und Erfahrungen weiter. Doch  was sollte beim Hausbau tatsächlich berücksichtigt werden, damit sich die Seele im späteren Heim so richtig wohlfühlen kann?

Der Hausbau ist so individuell wie der Mensch selbst und somit wird jeder andere Prioritäten setzen.

Ich persönlich finde die Raumaufteilung sowie die Wahl der Materialien und Farben im Innen- und auch Außenbereich sehr wichtig. Sie gestalten unsere Umgebung, können Einfluss auf unsere Laune und Gefühlswelt haben.

Außerdem mag ich es gerne individuell, kreativ und außergewöhnlich. Das eigene Zuhause spiegelt uns wieder. Warum nicht mal etwas wagen, wenn die Ideen schon im Kopf rumspuken? Nicht von anderen Leuten beeinflussen lassen, nur weil man das „halt so macht“. Wenn man ein individueller Charakter ist, darf man auch individuell bauen 🙂 Ich stehe täglich vor meiner kleinen, mediterranen Villa und freue mich, dass wir es – mit viel Schweiß – genauso umgesetzt haben, wie ich es schon jahrelang im Kopf hatte.

Jeder Häuslebauer sollte sich zu Beginn des Bauprojekts außerdem intensiv mit seiner späteren Wohnung auseinander setzen, Inspiration holen und sich umfangreich informieren.

Vorteilhaft ist es auch mit Bauherren zu sprechen, die ihr Haus bereits vollendet haben. Der Hausbau ist (meistens) ein einmaliges und auch das größte Projekt im Leben eines Menschen. Es stellt zahlreiche Herausforderungen und wird voraussichtlich eine große Stressphase werden, die viele Überraschungen bereit hält. Deswegen sollte gleich zu Beginn gut geplant werden, damit die Gesundheit in dieser anspruchsvollen Zeit nicht auf der Strecke bleibt, insbesondere wenn ein hoher Anteil an Eigenleistungen eingebracht wird. In meinem E-Book zum Hausbau gebe ich viele Tipps, was bei der Planung berücksichtigt werden soll, damit das Traumhaus nicht zum Alptraum wird.

Was ist dein wertvollster Gesundheitstipp?

Einen speziellen Tipp zu benennen ist schwierig. Um unseren Körper und Geist gesund zu erhalten, ist es eher eine Kombination von Verhaltensweisen.

Bewusst essen, sich Zeit dafür nehmen, über die Inhaltsstoffe informieren.

Oft merkt man gar nicht, wie viele schädliche Zusatzstoffe man über den Tag verteilt mit den verschiedenen Produkten zu sich nimmt. Deswegen immer Zutatenliste lesen und vorwiegend unverarbeitete Lebensmittel essen.

Vor allem sollte auch regelmäßig gegessen werden, damit der Stoffwechsel nicht entgleist. Das Frühstück dabei nicht vergessen!

Und ganz wichtig: Sport treiben. Sei es ein Hobby, wie bei mir das Reiten, oder Tennis, Fitness, Joggen etc. Der Sport kurbelt nicht nur die Verdauung an und verbrennt Kalorien, er setzt auch Endorphine frei und macht uns dadurch glücklich.

Du schreibst auch über Ernährung und veröffentlichst wirklich leckere (meine Kinder lieben deine Rezepte) und gesunde Rezepte von dir. Wie wichtig ist eine gesunde Ernährung für die Seele?

Vielen Dank, das freut mich, dass meine Rezepte so gut ankommen.

Eine gesunde Ernährung kann so vielfältige Auswirkungen auf unsere Seele haben. Fangen wir bei dem Offensichtlichen an. Der Optik unseres Körpers. Durch Ernährung können wir sie formen, nicht nur äußerlich, auch innerlich.

Viele Menschen leiden ihr Leben lang an den Auswirkungen ihres Übergewichts. Hänseleien nagen am Selbstbewusstsein, man wird unsicher, zieht sich womöglich sogar zurück. Schämt sich. Das kann langfristig enorme Auswirkungen auf unsere Psyche haben. Komplexe, Despressionen usw.

Diese Wunden auf der Seele können noch verstärkt werden mit den rein körperlichen Auswirkungen, die Übergewicht auf unseren Körper hat. Krankheiten und Bewegungseinschränkungen hemmen und hindern die Menschen daran, ihre Traumleben zu leben. Aus Angst. Angst vor körperlicher Überforderung. Angst vor Ablehnung. Das Selbstbewusstsein ist am Boden.

Das ist sicher nicht bei allen Übergewichtigen so. Viele sind mit ihrem Körper auch zufrieden und haben ein gesundes Selbstbewusstsein, weil sie mit sich im Reinen sind. Bei vielen ist es aber auch nicht so, auch wenn man die Trauer und Einschränkungen auf den ersten Blick nicht sieht.

Die Ernährung hat im Zusammenhang mit Bewegung einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden und damit auch unsere seelische Zufriedenheit.

Was hälst du eigentlich von der LowCarb Diät?

Ich halte von Diäten grundsätzlich nichts. Egal wie sie heißen.

Zum Glück bin ich in meinem Leben noch nie in die Situation gekommen darüber nachzudenken eine Diät zu machen. Gute Gene, eine gute Intuition, Wissen? Wahrscheinlich von allem etwas.

Viele Leute wundern sich dennoch immer, wie viel Essen ich so „vertilgen“ kann. Aber ich habe einen gesunden Stoffwechsel. Nicht unbedingt nur durch die Gene, sondern auch, weil ich schon immer viel dafür getan habe.

Ich esse 3x täglich und für meine Verhältnisse auch immer recht große Mengen. Dazwischen esse ich meist nichts. Mein Körper darf verdauen und bekommt nicht ständig mit einem Keks zwischendurch den Blutzuckerspiegel wieder in die Höhe getrieben. Ich trinke nur Wasser, ab und zu mal eine Frucht-Schorle. Insgesamt 2-3 Liter täglich. Darüber hinaus esse ich so gut wie keinen Industriezucker. Denn auch das Verlangen nach Zucker und Süßem kann man sich abtrainieren. Manchmal steht auch ein Magnesiummangel dahinter. Er fördert die Lust auf Schokolade.

Viele Menschen glauben, wenn sie nichts essen, nehmen sie ab. Das mag für kurze Zeit auch stimmen. Doch meist schlägt der Jojo-Effekt danach zu, egal welche der wohlklingenden Diäten man gerade mal wieder ausprobiert hat.

Geben wir unserem steinzeitlichen Körper keine Nahrung, schaltet er auf Sparflamme. Alarm. Überlebensmodus einschalten. Nur noch wenig verbrennen, damit die schlechten Zeiten überstanden werden können. Isst man dann nach einer Diät wieder normal, ist das Hüftgold schnell wieder da. „Lieber gleich Energie horten, falls wieder so eine Zeit des Hungers kommt.“, denkt sich der Körper. Der Stoffwechsel ist durcheinander. Ungesunde Lebensmittel, Zusatzstoffe, diverse Krankheiten und Bewegungsmangel tun ihr Übriges dazu.

Es dauert einen kaputten Stoffwechsel wieder in die Reihe zu bekommen. Grundsätzlich sollte man seine Ernährung langfristig umstellen. So, dass man dauerhaft damit leben kann. Nur das ist erfolgsversprechend. Regelmäßig und gesunde Nahrungsmittel essen sowie Bewegung sind dabei unablässig. Ab und zu ein Stück Torte ist da auf jeden Fall auch mit drin. Aber eben nicht ständig. Ohne Selbstdisziplin und ein Blick auf die Gesamtkalorienmenge geht es leider nicht.

Ist Vegan wirklich gesünder als Fleisch?

Diese Frage beschäftigt ganze Forscherteams rund um den Globus und könnte tausende Bücher füllen.

Es gibt einige Studien, die die Überlegenheit veganer Ernährung belegen. Die beiden Dokumentationen „Forks Over Knives (Gabel statt Skalpell)“ und „Food Choices“ führen sehr gut in dieses Thema ein. Darin wird u.a. die China Studie des renommierten Ernährungswissenschaftlicher T. Colin Campbell vorgestellt. Sie ist die größte Studie, die die Auswirkungen unserer Ernährung und Lebensweise auf die Gesundheit untersucht. Dabei wird vor allem deutlich, wie sich eine pflanzenbasierte Ernährung positiv auf die Lebenserwartung und verschiedene Krankheiten wie Krebs auswirken kann.

Die Betonung liegt dabei auf pflanzenbasiert, den vegan ist nicht gleichbedeutend mit gesund. Chips und Cola sind auch vegan, werden aber dauerhaft keinen positiven Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Es geht darum, dem Körper ein breites Spektrum an natürlichen Inhaltsstoffen zu liefern, ihn optimal zu versorgen und nicht zuletzt auch ein angemessenes Gewicht zu erhalten.

In diesem Zusammenhang sollte aber auch angesprochen werden, dass es Studien gibt, die die Vorteile einer rein veganen Ernährung anzweifeln. Auch die Evolution spricht eigentlich gegen diese These. Ich denke der Schlüssel liegt, wie so oft, in der Menge.

Schlangengift oder die Inhaltsstoffe mancher Pflanzen sind tödlich. Doch in geringerer Dosierung, gezielt eingesetzt, können sie wertvolle Heilmittel sein.

In den Anfängen der Menschheit wurde auch nicht jeden Tag ein Mammut erlegt, so dass sich jeder täglich daran satt essen konnte, so viel er wollte. Die Hauptnahrung bestand aus Beeren und Pflanzen. Auch in unserer jüngeren Vergangenheit stand Fleisch nicht täglich auf dem Tisch. Es war ein kostbares Gut. Teuer. Der Sonntagsbraten war etwas Besonderes und wurde unter allen Familienmitgliedern aufgeteilt. Auch im asiatischen Raum wird oft nur ein kleines Stück Fleisch einer großen Gemüsepfanne zugesetzt, die mehrere Menschen ernährt.

Mit der industriellen Revolution stieg natürlich auch unser Lebensstandard – und mit ihm der Fleischkonsum. Die Zahl der Übergewichtigen ist in die Höhe geschnellt und die Zivilisationskrankheiten sind explodiert. Es steht uns heute von Dingen, die in unserer evolutionären Vergangenheit Mangelware waren, einfach ZUVIEL zur Verfügung.

Auch wenn man bei Gesprächen über Veganismus hautsächlich über das „böse Fleisch“ redet, möchte ich in diesem Zusammenhang auch einmal Milch und Eier ansprechen (auf sie wird in den oben genannten Dokumentationen auch ausführlich eingegangen).

Ich leide seit meiner Jugend unter Hashimoto Thyreoiditis. Einer autoimmunen Schilddrüsenkrankheit, die mittlerweile weit verbreitet ist.  Rund 10% der Bevölkerung sollen mittlerweile daran erkrankt sein, insbesondere das weibliche Geschlecht. Die Krankheit war früher unbekannt, breitet sich in den vergangenen Jahren allerdings rasend schnell aus. Warum?

Über die Ursachen wird viel berichtet. Da aber meist eine starke Nahrungsmittelindustrie dahinter steht, würde ich persönlich nicht immer alles glauben.

Fakt ist, dass die Milchkühe und Hühner heutzutage unter widrigsten Umständen eine enorme Leistung bringen müssen. Medikamente werden dabei ebenso inflationär eingesetzt wie Zusatzstoffe und Mineralien sowie Spurenelemente. Und wie schon gesagt „Die Dosis macht das Gift.“

Seit meiner Erkrankung reagiere ich extrem auf künstliche Jodzusätze. Künstliches Jod (oft aus Industrieabfällen gewonnen), das den Tieren in großer Menge zugefüttert wird und über die Milch und die Eier wieder ausgeschieden wird. Dementsprechend sind Milch und Eier aus konventioneller Haltung mit solch einer Fütterung stark jodhaltig.

Die Reaktion empfindlicher und erkrankter Menschen wie mir – vorprogrammiert. Ein Glas Milch oder ein Ei und mein Herz beginnt zu stolpern. Zufall? Irgendein anderer Inhaltsstoff auf den ich reagiere? Nein!

Ein Glas Milch von einer Kuh, die sich nur von Gras ernährt hat, ist überhaupt kein Problem. Auch meine Eier bekomme ich mittlerweile von einer Bekannten, bei der die Hühner noch Huhn sein dürfen und scharrend über einer Wiese ihre Nahrung suchen. Die Reaktion meines Körpers? Keine.

Nur eine kleine Geschichte, die dazu anregen soll, nachzudenken. Uns bewusster zu werden, was wir zu uns nehmen.

Auch ich lebe nicht vollkommen vegan. Vielleicht werde ich das irgendwann. Aber momentan esse ich hin und wieder ein Ei und höchstens einmal die Woche Fleisch. Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Man sollte es seinem Körper allerdings schuldig sein, gründlich darüber nachzudenken, was man täglich so in ihn hinein schaufelt.

Ich stamme aus einer typischen Fleischesser Familie. Ein Mensch, der sich vegan ernährt, ist nach Meinung meiner Brüder ein komischer Vogel. Sind Menschen, die sich vegan ernähren wirklich anders. Haben sie vielleicht mehr seelischen Tiefgang?

Das mag sein. Fakt ist für mich, dass sich Veganer mehr Gedanken über ihre Gesundheit und ihre Umwelt machen.

Der in der vorigen Frage erläuterte Gesundheitsaspekt veganer Ernährung ist ein Punkt der Diskussion. Für mich sollten hierzu allerdings noch zwei weitere Aspekte in die Waagschale geworfen werden. Und zwar Moral und Ökologie.

Zur Moral. Wenn das Kalbsschnitzel oder das halbe Hähnchen knusprig und herrlich duftend vor einem auf dem Teller liegen, denken wohl die Wenigsten darüber nach, dass diese Fleischstücke eine Vergangenheit haben. Meist eine traurige. Voller Leid. In engen Käfigen. Keine endlosen Weiden und grünes Gras. Sondern mit billigen Futtermitteln gemästet. Und ein Kalb ist ein Baby! Genau wie ein Lamm, das uns als Kotelett erfreut.

Die Tötung selbst ist oft nicht minder schlimm. Tiere sind sensibel und spüren bei der Ankunft im Schlachthof genau was gleich passiert. Sie riechen den Tod. Und nicht selten gibt es einen Todeskampf, gerade in fragwürdigeren Einrichtungen.

Wenn die Menschen die Tiere für ihr Essen selbst töten müssten, hätten wir deutlich mehr Vegetarier.

„Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber morde mich nicht, um besser zu essen!“
Cicero, römischer Politiker und Philosoph

Zur Ökologie. Ich denke mittlerweile sollte es kein Geheimnis mehr sein, dass weite Teile der gerodeten Regenwälder als Anbauflächen für Viehfutter genutzt werden. Futter für Tiere, um den weltweit immensen und vor allem weiter steigenden Bedarf an tierischen Produkten zu decken. Lokale Bauern bekommen ihr Land genommen, damit Großkonzerne noch mehr Monokulturen (meist Soja) anbauen können. Das Leid, das sie dadurch bei der lokalen Bevölkerung erzeugen, wird vertuscht. Das Geld zählt. Außerdem geht ein Großteil der weltweiten CO2 Emissionen auf die Viehzucht zurück.

Dementsprechend sollten sich auch Fleischesser die Frage stellen, was das morgendliche Schinkenbrötchen, das Steak am Mittag und der Wurstsalat am Abend für Auswirkungen auf unseren Planeten haben, wenn schon nicht die eigene Gesundheit.

Mehr über und von Julia könnt Ihr auf ihrem Blog http://catch-your-dreamlife.de lesen.

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